IPPNW-Pressemitteilung vom 19.4.2010
Afghanistan-Krieg
Merkel soll sofortigen Waffenstillstand der Bundeswehr anordnen
Die jüngsten Todesopfer unter deutschen Soldaten in Afghanistan und die zunehmende Zahl ziviler afghanischer Opfer von NATO-Militäroperationen erfordern sofortige friedensfördernde Maßnahmen. Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW fordert die deutsche Bundesregierung auf, einen sofortigen einseitigen Waffenstillstand und einen Rückzug der deutschen Militäreinheiten in ihre Camps anzuordnen sowie die rasche Rückkehr der Truppen nach Deutschland vorzubereiten.
Deutschland wird nicht am Hindukusch verteidigt, und die Bevölkerung in Afghanistan braucht nicht Bomben und Besatzungstruppen, sondern Friedenslösungen und Aufbauhilfe, erklärt Matthias Jochheim, stellvertretender Vorsitzender der IPPNW. Wenn die Trauer von Verantwortlichen um die Opfer auf beiden Seiten ernst zu nehmen sein soll, muss sie zu einer Wende der NATO-Politik führen, sonst sind weitere blutige Desaster unausweichlich, so Jochheim.
Pressekontakt: Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung, Körtestr. 10, 10967 Berlin, www.ippnw.de, Jens-Peter Steffen, Tel. 030 69 80 74 13
Angelika Wilmen
Pressesprecherin
Koordinatorin der Öffentlichkeitsarbeit
IPPNW - Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/
Ärzte in sozialer Verantwortung
Körtestr. 10
10967 Berlin
Tel. 030 / 69 80 74 15
Fax 030/ 6938166
Mobil 0162/2057943
mailto:wilmen@ippnw.de
www.ippnw.de\\
www.ippnw.eu\\
Über die IPPNW: Diese Abkürzung steht für International Physicians for the Prevention of Nuclear War. Die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges engagieren sich seit 1982 für eine Welt ohne atomare Bedrohung und Krieg. 1985 wurden sie dafür mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Heute setzt sich die IPPNW in 60 Ländern für Frieden und Abrüstung ein.
--
rev: 1.1 2010-04-20 20:38:40 +0000