.ausgestrahlt-Newsletter
27. Mai 2010
es schreibt: Matthias Weyland

Lesen, Handeln und Weiterschicken!

Liebe Freundinnen und Freunde

die Bundesregierung scheint den wachsenden Unmut der Bevölkerung zu spüren. Leider reagiert sie darauf bislang nicht mit dem geforderten Abschalten der Atomkraftwerke, sondern ergreift die Flucht nach vorne, wie verschiedene Medien jüngst titelten. Weil Union und FDP die Argumente ausgehen, planen sie, längere Laufzeiten im Hauruck-Verfahren durchsetzen! Mehr dazu auf bit.ly/laufzeit-hauruck
Dem wollen wir einen Strich durch die Rechnung machen und am 1., 3. und 5. Juni nochmal richtig Druck aufbauen. Gemeinsam mit Deiner Hilfe sorgen wir dafür, dass die kommende Woche eine wahre Protestwoche gegen Atomkraft wird. Ob bei Dir vor Ort, im schönen Wendland, oder in Berlin.
Herzliche Grüße
Matthias Weyland (für das ganze .ausgestrahlt-Team)


1. Hört auf mit dem Müll!

Die CDU/CSU will im Hauruck-Verfahren längere Laufzeiten für Atomkraftwerke beschließen: Das bedeutet noch mehr Atommüll, obwohl keiner weiß, wohin damit. Ein Müllproblem – das gibt es für die CDU/CSU angeblich nicht. Gleichzeitig verdienen sich die Stromkonzerne mit ihren AKW eine goldene Nase. Ihren strahlenden Müll stellen sie uns vor die Tür. Nach Ansicht der CDU/CSU soll das noch Jahrzehnte so weitergehen – Entsorgung leichtgemacht. Gleiches Recht für alle, finden wir. Bringen wir unseren Müll zur Union! Wer für immer mehr tödlich strahlenden Atommüll sorgt, muss auch mit "schmutzigem" Protest rechnen.

Mach mit: Besuche das CDU- oder CSU-Büro in Deinem Ort am Dienstag, 1. Juni, um 12.30 Uhr – und bring Deinen Müll mit! Egal ob Biomüll, Gelber Sack, Atommüll-Attrappe oder Hausmüll, die Entsorgungs-Experten von CDU/CSU wissen sicher eine Lösung dafür! Oder schick Deinen Müll per Post.

Die Adressen und alle weiteren Hinweise findest Du auf:
https://www.ausgestrahlt.de/hoert-auf-mit-dem-muell/


2. Am 3. Juni: Protest nach Berlin tragen


Am Donnerstag, 3. Juni, wollen wir den Protest direkt nach Berlin verlagern. Denn an diesem Tag wollen sich VertreterInnen der Bundesregierung und die Unions-Ministerpräsidenten aus den Bundesländern, die AKW betreiben, treffen, um über die Möglichkeit einer Atomgesetz-Änderung ohne Bundesrats-Zustimmung zu sprechen und einen Kompromiss in der Frage der zukünftigen Laufzeiten zu erzielen.

Die Regierenden sollen den Anti-Atom-Protest hautnah zu spüren bekommen und merken, dass sie sich die Finger verbrennen, wenn nicht endlich abgeschaltet wird. Merke Dir den Termin schon einmal vor und informiere FreundInnen und Bekannte in Berlin! Alle näheren Informationen folgen in Kürze und sind dann auch auf unserer Homepage zu finden.


3. Samstag, 5. Juni: Erkundungsbergwerk Gorleben umzingeln!

Weil in diesen Tagen möglicherweise grundlegende Entscheidungen zur Atompolitik fallen, bekommt eine schon länger geplante Protest-Veranstaltung eine große zusätzliche Relevanz. Die für den 5. Juni in Gorleben geplante Umzingelung des Endlagerbergwerks wird zu einer guten Gelegenheit, kurzfristig auf mögliche Berliner Beschlüsse zu reagieren.

Ursprünglicher Anlass für die Aktion in Gorleben ist einerseits der 30. Jahrestag der Räumung der "Republik Freies Wendland" und andererseits die Pläne der Bundesregierung, den Ausbau des ungeeigneten Salzstocks in Gorleben zu einem Atommüll-Endlager fortzusetzen.

Das ganze Wochenende vom 4. bis 6. Juni gibt es in Gorleben Veranstaltungen und Aktionen. Am 5. Juni wird um 12 Uhr das Gelände umzingelt. Mehr Infos:
bit.ly/30-jahre-gorleben



4. Auch im Ausland: Es geht wieder los!

Kurze Erfolgsmeldungen wollen wir niemandem vorenthalten! Im vergangenen September in Berlin versprachen wir "Es geht wieder los!". Dieses Versprechen hat die Anti-Atom-Bewegung mit 150.000 Protestierenden am 24. April eingelöst. Nun wächst der Protest auch im Ausland. In der Schweiz etwa haben am Pfingstmontag die größten Anti-Atom-Proteste seit langem stattgefunden, rund 5.000 Menschen zogen gegen den geplanten Neubau mehrerer AKW auf die Straße, mit dabei auch unsere Anti-Atom-Fahnen. Die schweizer Tagesschau schreibt: Die gelbe Anti-Akw-Sonne ist wieder da, der Protest ist farbig, vielfältig und mittlerweile generationenübergreifend.

Bilder und Medienberichte gibt es unter: www.menschenstrom.ch

An der Oder hatten sich am Pfingstwochenende deutsche und polnische Atomenergie-GegnerInnen zu einem Camp getroffen.



5. Dieses Jahr lassen wir nicht mehr locker!


Mittlerweile ringen sie seit gut einem halben Jahr, Union und FDP, die als Wahlankündigung als allererstes und schnellstmöglich die Laufzeiten der Atommeiler verlängern wollten. Dass sie am Atomthema nicht vorbeikommen, dafür haben wir gemeinsam gesorgt - ob bei den Koalitionsverhandlungen, mit zahlreichen Flashmobs und Protestaktionen sowie der Organisation der größten Anti-Atom-Proteste in der Geschichte dieses Landes.

Doch es wird eine zähe Auseinandersetzung, denn wir wollen, dass die Atomkraftwerke tatsächlich abgeschaltet werden! Um dies zu erreichen, brauchen wir einen langen Atem - und Deine Unterstützung. Tatkräftig, und finanziell. Für unsere Reaktionen auf den Irrsinn der Atomlobby und Politik freuen wir uns über jede Spende. Für diese und weitere Aktionen: www.ausgestrahlt.de/spenden.html

Für Deine Unterstützung in der Vergangenheit, egal in welcher Form, an dieser Stelle einmal recht herzlichen Dank vom ganzen .ausgestrahlt-Team!

.ausgestrahlt ist eine Mitmachkampagne gegen Atomenergie.
www.ausgestrahlt.de

Eintragen, Austragen, Adressänderungen:
https://listi.jpberlin.de/mailman/listinfo/ausgestrahltnews



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