Entwurf
Konzeption „ Schöpfung bewahren“ ein Kunstprojekt im konziliaren Prozess

Diakonisches Bildungsinstitut „Johannes Falk“ Eisenach und Weimar – Holzdorf

Die Idee:

Zum Thema „ Schöpfung bewahren“ sollen an den DBI Standorten Eisenach ( 2010 ) und Weimar -Holzdorf ( 2011 ) integrative Kunstprojekte stattfinden . Die Kunstwerke, die aus Stein, Metall und Holz enstehen, sollen beide Objekte inhaltlich verbinden und aufeinander bezogen sein.
Menschen mit und ohne Behinderung arbeiten als Kunst - Schaffende zusammen – in diesem schöpferischen Prozeß spielt die Behinderung keine Rolle.
Im Kontext des konziliaren Prozesses ( ein Lernweg christlicher Kirchen zu Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung ) wird ein lebendiges Aktionsnetz zwischen Kirche und diakonischer Arbeit geknüpft. Die Würde des Menschen als Ebenbild Gottes uneingeschränkt zu achten,sorgsam mit den uns anvertrauten natürlichen Ressourcen umzugehen, und in Frieden miteinander zu leben , sind die zentralen Aufgaben der Menschheit . Ein kleiner Baustein in diesem Prozess bildet unser Vorhaben.

2009 wurde das Gebäude in der Thälmannstrasse 90 in Eisenach saniert und die Etagen und alle Räume nach einem Themen – und Farbkonzept gestaltet. Dozenten und Schüler arbeiteten gemeinsam zu bedeutenden Persönlichkeiten der Bibel, der Wissenschaft und der Kunst, deren Name die Räume nun tragen.

2010 ist der Umbau des Gebäudekomplexes in Weimar – Holzdorf geplant. Hier soll nach einem ähnlichen Konzept gearbeitet werden. Der Eisenacher Maler und Grafiker Volker Hedwig ist mit der Erstellung eines Farbkonzeptes betraut worden.

Die einzelnen Räume erhalten „ Paten“

Erdgeschoss:
Raum 1 : Noah – Raum ( Schöpfung bewahren )
Raum 2: Paul Schneider – Raum ( Gerechtigkeit )
Lehrküche : Franziskus von Assisi – Lehrküche ( Schöpfung bewahren )
Pflegekabinett : Birgitta von Schweden – Pflegekabinett ( Frieden )
Beartungsraum / Bibliothek: Johannes Aurifaber – Raum ( Frieden, Gerechtigkeit )

Obergeschoss :
Raum 1: Abi Kusno Nachran – Raum ( Schöpfung bewahren )
Raum 2: Anna Politowskaja – Raum ( Gerechtigkeit )
Raum 3: Bartolome de las Casas – Raum ( Gerechtigkeit )
Raum 4 : Frere Roger - Raum ( Frieden )

Dachgeschoss:
Kunstraum: Friedensreich Hundertwasser – Studio ( Schöpfung bewahren )
Raum der Stille: Shalom – Raum ( Frieden, Gerechtigkeit, Schöpfung bewahren )

Lehrende und Lernende werden in den einzelnen Räumen arbeiten und sich mit der Person des jeweiligen „ Paten“ auseinandersetzen und eine Raum – Chronik erstellen.

Im Vorfeld soll das oben genannte Kunstprojekt in Eisenach stattfinden. Von den enstehenden Objekten wechselt jeweils eines an den anderen Standort ( von Eisenach nach Holzdorf ) und trägt seine „ verbindende Botschaft“ dorthin.
2011 findet dann das Kunstprojekt in Holzdorf statt und ein Objekt wird nach Eisenach gebracht.

In Eisenach gibt es den Dietrich Bonhoeffer – Raum . Bonhoeffer forderte 1934 in Dänemark eine weltweite Friedensversammlung der christlichen Kirchen ( Ökumene ) und gab damit den Anstoß für den konziliaren Prozess.

Die Teilnehmer:

- Menschen mit geistiger Behinderung aus verschiedenen Einrichtungen ( DVE , Stiftung Finneck, Bodelschwingh – Hof , Diakonieverein Weimar – Lobenstein )
- Auszubildende / Schüler des DBI in Eisenach und Holzdorf - die Künstler : Hardy Raub / Skulpturen aus Holz, Peter Schäfer / Metallinstallationen
2011 : Zusammenarbeit mit Künstlern / Studenten der Burg Giebichenstein

- Dozenten DBI : Volker Hedwig / Christine Baum


Zeitraum: Projekttage in Eisenach vom 21.- 25.06. 2010 Raumprojekt in Holzdorf vom 06. - 08.09. 2010

Ziele:
- das Thema wird gemeinsam bearbeitet und umgesetzt ( keine festen Vorgaben )
- im gemeinsamen Schaffensprozess werden Ich – und Sozialkompetenzen gestärkt
- Kommunikation und soziale Interaktion
- Entwicklung von Kreativität und Erlernen kunsthandwerklicher Fähigkeiten und Fertigkeiten
- Sachgerechter Umgang mit Werkzeugen und Materialien
- Integration
- Stärkung von Selbstvertrauen und Selbstbewußsein
- gegenseitige Anerkennung und Achtung / Wertschätzung
- Bildung in beruflichen Bezügen
- Öffentlichkeitsarbeit
- Unterstützung sozialer Prozesse innerhalb des DBI ( Identifikation, Kooperation , Zusammenhalt , Motivation )
- Wahrnehmung der persönlichen Verantwortung für die Gestaltung des Lebens in der Gesellschaft und für die Bewahrung unserer Schöpfung ( persönliche Auseinandersetzung mit der Thematik und konkrete Umsetzung in einer „künstlerischen Botschaft“ an die Öffentlichkeit )

Als kompetenter Ansprechpartner und Begleiter in Bezug auf den konziliaren Prozess ist
Dr. Heino Falcke, Probst i.R. einbezogen.


Eröffnungsveranstaltung: Freitag 24.09. 2010 13:00 Uhr






rev: 1.1 2010-07-05 15:30:24 +0000